Advent, Advent…

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…
Schon als kleiner Junge konnte ich es kaum erwarten: die dicken roten Kerzen auf dem Adventskranz, den Adventskalender, der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – ein einziges, kleines Lichtlein.
Und draußen wird es jeden Tag dunkler, der Tiefpunkt ist noch lange nicht erreicht. Aber wir zünden eine kleine Kerze an – weil wir hoffen, nein weil wir wissen: 
Bald wird es wieder heller.
Der Göttinger Theologe Wolfang Reinbold sagt: 
„Der Advent ist nicht nur für die Christinnen und Christen da.“ 
Natürlich nicht. Selbst wenn wir Christen ihn „erfunden“ haben, das Copyright ist zum Glück längst abgelaufen. 
Wir feiern mit Menschen, die einer anderen oder gar keiner Religionsgemeinschaft angehören, die ganz anders leben als wir. Wir treffen uns auf dem Weihnachtsmarkt, beim lebendigen Adventskalender, im Familien- und Freundeskreis, bei Bratapfel und Punsch. Mir zeigt das: Glaube, Hoffnung und Liebe leben auch in dunklen Zeiten und über alle Grenzen hinweg.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Es wärmt meine Seele, hält in mir die Hoffnung wach auf eine neue, menschliche Welt: 
erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier… 
Die Liebe beginnt ganz klein und oft im Finstern, wie im Stall von Bethlehem. 
Ich wünsche Ihnen eine Adventszeit voll Wärme und Licht.

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