Monat: Januar 2015

Die Wanderer

Ein Wanderer traf an einer Weggabelung einen anderen, der in derselben Richtung unterwegs war. Sie gingen schweigend nebeneinander her. Nach einer Weile sagte der andere: „Ich bin müde, habe Hunger und Durst. Wie weit ist es noch bis zur nächsten Stadt?“
„Ungefähr zwanzig Kilometer“ antwortete er.
„Ich habe eine geniale Idee!“ sagte der andere: „Jeder von uns geht zehn!“

(gefunden bei Jorge Bucay, Der Innere Kompass)

So „geniale“ Menschen begegnen dir immer wieder.
Aber du weißt ja:
Niemand anderes kann deinen Weg gehen. Niemand weiß auch nur, wie weit er ist – nicht einmal du selbst.

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Was ich mir von dir wünsche…

Was ich mir von dir wünsche…

nach Jorge Bucay

Hör mir zu, ohne über mich zu urteilen.

Sag mir deine Meinung, aber erteil mir keine Ratschläge.

Vertrau mir, aber erwarte nichts dafür. 

Hilf mir, ohne für mich zu entscheiden.

Sorge für mich, ohne mich zu erdrücken.

Sieh mich, ohne dich in mir zu sehen.

Umarme mich, doch raube mir nicht den Atem.

Mach mir Mut, aber bedräng mich nicht. 

Halte mich! Aber halte mich nicht fest. 

Beschütze mich, aufrichtig.

Nähere dich mir, doch nicht als Eindringling.

Ich wünsche mir, dass du alles kennst, was dir an mir missfällt, es akzeptierst – und nicht versuchst, es zu ändern.

Wisse: du kannst heute auf mich zählen…
Bedingungslos.

Nehmt einander an…

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes“
Das ist die Jahreslosung für 2015. Was das heißen kann habe ich bei Jorge Bucay gefunden:

Ich will – Quiero – von Jorge Bucay


Ich will, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen.

Ich will, dass du deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen.

Ich will, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten.

Ich will, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden.

Ich will, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken.

Ich will, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen.

Ich will, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben.

Ich will, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen.

Ich will, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten.

Ich will, dass du mich beschützt, aufrichtig.

Ich will, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling.

Ich will, dass du all das kennst, was dir an mir missfällt-
 dass du all das akzeptierst… versuch es nicht zu ändern.

Ich will, dass du weißt, dass du heute auf mich zählen kannst…
Bedingungslos.