Schlagwort: Arbeit

Teilzeit

In unserem Land hat jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin das Recht, in Teilzeit zu arbeiten. Einige Politikerinnen und Politiker wollen das abschaffen. Die Möglichkeit auf Teilzeit soll es nur bei besonderen Gründen geben: wie Kindererziehung oder der Pflege kranker Eltern. „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“ nennen sie ihren Antrag. Sie meinen, viele Menschen arbeiten in Teilzeit, um sich ein schönes Leben zu machen. 
Also selbst, wenn das so wäre: Gegen ein schönes Leben ist doch nichts einzuwenden: Arbeit ist schließlich kein Selbstzweck. Was Jesus über den Sabbat, den Ruhetag gesagt hat, könnte er heute ähnlich über die Arbeit sagen: „Die Arbeit ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Arbeit.“ (vgl. Markus 2,27) 
Und dann sollten wir nicht vergessen: Viele Frauen sind zur Teilzeit gezwungen. Ein voller Job ist für sie gar nicht möglich. Sie müssen Beruf und Familienarbeit unter einen Hut bringen. „Die Rahmenbedingungen für Vollzeit fehlen,“ sagt die Diakonie in Niedersachsen. 
Mehr Kita-Plätze und eine Ganztagsbetreuung für Kinder!  Daran sollten wir arbeiten!
Das wäre ein Segen für unsere Gesellschaft. 

Keine Zeit?

Urlaub.
Endlich Zeit zum Lesen!
Ein Buch über die Zeit: Marc Wittmann, „Gefühlte Zeit – Kleine Psychologie des Zeitempfindens.“
Er zitiert Martin Heidegger:
„Das keine Zeit haben, das so aussieht wie der strengste Ernst, ist vielleicht die größte Verlorenheit an die Banalitäten des Daseins.“
Wenn der Mensch keine Zeit hat, hat er sich selbst verloren.
Ohne Zeit kein Ich.
Auf der anderen Seite: Wenn ich (zu viel) Zeit habe, werde ich nervös: „Will keiner was von mir? Bin ich abgehängt, nicht wichtig?“
Wir spüren die Zeit in der Bewegung und in der Ruhe – in der Arbeit und der Meditation. Auf die Balance kommt es an.
Balancieren.
Ich sehe den Jungen auf der Slackline. Es wirkt so spielerisch – und braucht so viel Übung. Er fällt immer wieder runter. Aber was soll´s? Er hat ja Zeit…