Menschen wollen vor allem eins: glücklich sein.
Ist das nicht egoistisch und selbstbezogen?
Ich glaube nicht.
Wenn ich unglücklich bin, dann läuft gar nichts, dann werde ich unausstehlich, dann kreisen meine Gedanken nur um mich selbst. Ich bin zu nichts zu gebrauchen…
Aber wenn ich glücklich bin, dann bin ich kreativ, dann bin ich auch offen für die Sorgen und Nöte der anderen. Wenn ich glücklich bin, kann ich viel besser zuhören.
Glücklich sein ist wichtig. Aber was macht mich wirklich glücklich?
Mit Schülerinnen und Schülern hat man folgendes Experiment gemacht:
Als sie morgens den Klassenraum betraten, hat man sie gebeten: „Vervollständige für dich selbst folgenden Satz:
„Ich bin froh, dass ich…“
Also zum Beispiel „Ich bin froh, dass Lea meine beste Freundin ist.“
Sie mussten den Satz fünfmal wiederholen. Die Atmosphäre in der Klasse war den ganzen Tag über gut.
Am folgenden Tag sollten sie einen anderen Satz zu vervollständigen und fünfmal zu wiederholen:
„Ich wäre lieber…“
Zum Beispiel: „Ich wäre lieber so cool wie Tom.“
Die Stimmung in der Klasse war an diesem Tag gereizt und schlecht.
Ja, so ist das wohl: im Unglück vergleiche ich mich mit anderen – im Glück bin ich dankbar für das, was mir geschenkt ist.
„Gottesbringdienst“ Heiligabend
Liebe Leserinnen und Leser!
Da Ihr nicht in die Kirche kommen könnt, bringen wir Euch einen Gottesdienst zum Heiligen Abend nach Hause. Die Lieder werden in St. Martini gesungen von Mitgliedern des Ensembles der „Braunschweiger Weihnachtsgeschichte“ und dazu einige Gedanken zur Weihnacht.
Euch und Ihnen allen Frohe Weihnachten!
Hannah geht
Hannah war damals so ungefähr fünf Jahre alt. Sie wusste schon sehr genau, was sie wollte – und sie ging keinem Streit mit ihrer Mutter aus dem Weg. Eines Tages reichte es ihr: „Mama, ich gehe jetzt!“ sagte sie wütend und holte, ihren kleinen Koffer aus der Spielecke.
„Ist gut mein Kind!“ sagte ihre Mutter und half ihr beim Packen. Gemeinsam packten sie alles ein, was man mit fünf so zum Leben braucht: Hannahs Kuscheltier, ihr Lieblingsbuch…
Ihre Mutter schmierte ihr sogar noch ein Brot und schnitt ihr einen Apfel, damit sie unterwegs nicht hungern musste.
Dann machte Hannah sich auf den Weg. Ihre Mutter stand an der Tür und winkte ihr hinterher.
Doch schon an der nächsten Straßenecke bekam sie so ein Heimweh, dass sie ganz schnell wieder nach Hause lief. Und da stand ihre Mutter immer noch in der Tür, strahlte sie an und nahm ihr Kind in die Arme: „Das ist aber schön, dass du wieder da bist!“
Wenn Jesus die Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt, dann meint er im Grunde genau das:
Nicht nur unsere Kinder, auch wir Erwachsenen brauchen genau das: Dieses Gefühl, wir können loslassen – wir können uns auf den Weg machen – und wir können doch immer wieder zurückkehren – nach Hause!
Hannah ist übrigens inzwischen eine sehr selbstbewusste, tolle junge Frau.
Was glaubst du?
Der Sohn sitzt lange am Sterbebett seiner alten, lebenssatten Mutter.
Er hat sich nie getraut, sie zu fragen, heute ist die letzte Gelegenheit.
„Glaubst du an Gott?“ fragt er sie schließlich.
Sie zögert einen Moment.
„Ich weiß nicht…“ sagt sie dann.
„Zumindest bete ich zu ihm.“
Sie weiß nicht. Aber sie betet. Sie weiß, zu wem sie sprechen kann.
Der Glaube ist manchmal nur eine vage Hoffnung.
Aber was heißt hier „nur?“
Hoffnung ist im Leben oft genug mehr, als man erwarten kann.
Der Sohn wird mutiger. Er fragt weiter:
„Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?“
„Ach nein!“ antwortet sie. „Einmal leben reicht nun wirklich hin!“
„Das meine ich nicht. Glaubst du, dass du ins Paradies kommst?“
Die alte Frau lächelt, schüttelt den Kopf: „Dazu fehlt mir die Phantasie.“
Sie braucht nicht viel, kein Konzept, keine großen Bilder.
So ist es oft mit dem Glauben.
Manchmal ist da nur ein Hauch, eine Ahnung, ein Suchen. Man kann es kaum in Worte fassen.
„Zumindest bete ich zu ihm“ sagt sie.
Sie betet zu einer großen Kraft, die sie nicht kennt, von der sie wenig weiß.
Es ist wie mit allem Großen im Leben – auch mit den Menschen, die ich liebe.
Ich kenne sie nicht wirklich. Oft genug habe ich nur eine vage Ahnung von dem, was sie gerade bewegt.
Jeder Mensch hat ein Geheimnis. Jeder Mensch ist ein Geheimnis.
Lieben ist immer auch glauben: vertrauen, ohne zu wissen.
Glaubst du an Gott?
Ja. Auch wenn ich dir nicht genau sagen kann was und warum.
Aber ist das so wichtig?
„Mutwort“
In schwerer Zeit
(geschrieben für die Hospiz Zeitschrift)
Erst war es nur so ein Geräusch in der Ferne, ein Gerücht. Ja, da ist irgendwas. Aber es ist weit weg. Wird schon nicht so schlimm sein. Dann kommt es näher, wird größer. Und plötzlich überrollt es dich mit aller Macht. Nichts ist mehr wie vorher. Von einem Tag auf den anderen wird dein ganzes Leben auf den Kopf gestellt.
Du musst nicht arbeiten, hast viel Zeit. Das hast du dir immer gewünscht. Doch jetzt kannst du nichts mit der Zeit anfangen. Du musst nicht arbeiten? Du darfst nicht! Das frühe Aufstehen, der nörglige Kollege. Plötzlich fehlt es dir.
Du siehst es nicht, du hörst es nicht hörst. Doch es hat die Macht übernommen. Es regiert dein Leben. Du bist wütend auf dich selbst, auf die anderen. Das kann doch nicht sein, dass mich das so gefangen nimmt! Dass ich an nichts anderes mehr denken kann! Du hast Angst. Was wird kommen? Wird es jemals wieder so wie vorher?
Dabei geht es dir doch gut! Du hast doch alles: dein Zuhause, zu essen und zu trinken, die Sonne scheint…
Leben in Zeiten von Corona.
So fühlt sich das für mich gerade an.
Wenn diese Zeit irgendetwas Gutes hat, dann dies: Ich bekomme eine Ahnung, wie es Menschen geht, die plötzlich aus der Kurve geworfen werden, oft von einem Tag auf den anderen, weil sie selbst erkrankt sind oder ein geliebter Mensch. Ich bekomme eine Ahnung von ihrer Angst, ihrer Wut, ihrer Ohnmacht.
Ich spüre auch, was in solchen Zeiten am meisten fehlt: die Familie, die Freunde – aber auch all die anderen, die uns mehr oder weniger zufällig über den Weg laufen.
Wir können auf vieles verzichten, doch ohne Menschen können wir nicht sein.
Wir leben in schwerer Zeit.
Auch im Hospiz gibt es Einschränkungen, die uns allen wehtun. Wir können zurzeit nicht einfach so vorbeischauen.
Nutzen wir unsere Phantasie. Sein wir kreativ, wir können so viel tun: Nachrichten schreiben, Fotos schicken, ein Geschenk abgeben…
All die kleinen Zeichen sagen:
„Ich bin bei Dir. Ich hab Dich lieb.“
Was ich am meisten vermisse
Meine Enkeltochter Ada ist vier Jahre alt. Sie weiß schon sehr genau Bescheid über „Abstandsregeln.“ Sie sagt: „Corona ist ein großer runder Ball.“ Diese Zeit geht auch an unseren Jüngsten nicht spurlos vorbei.
Was wird Ada in Erinnerung bleiben?
Dass alle Menschen mit Masken rumgelaufen sind, daran wird sie sich später sicher erinnern.
Was werde ich ihr später erzählen über diese Zeit? Wenn sie mich irgendwann fragt:
„Was hast du am meisten vermisst?“
Dann werde ich ihr sagen:
„Die Menschen!
Ich habe Dich und Deine Geschwister vermisst, meine Familie, meine Freundinnen und Freunde. Ohne Euch kann ich nicht sein!“
Sicher, wir schreiben Emails, wir telefonieren, skypen, schicken SMS und kleine Videos – das ist schön, aber das ersetzt niemals den persönlichen Kontakt!
Sie sagen Euch: „Die neue Welt ist digital.“ Lasst Euch das nicht einreden. Die neue Welt ist menschlich, oder sie ist nichts. Die Digitalisierung ist ein Werkzeug, nichts weiter.“
Wenn ich aus dieser Zeit etwas an die nächste Generation weitergeben möchte, dann dies:
Was ich am meisten brauche sind die Menschen.
Ich brauche den kurzen Schnack auf dem Markt, die Menschen in der Kneipe, die Stimmung im Stadion.
Im Moment bleibe ich übrigens öfters stehen, wenn ich unterwegs jemanden treffe. Wir nehmen uns Zeit für ein kurzes Schwätzchen. Wir sind alle ausgehungert nach persönlichen Gesprächen.
Ja, das wichtigste in meinem Leben sind die Menschen. Ich kann es kaum erwarten, sie alle wieder zu treffen.
In der Bibel heißt es: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
Ich würde heute noch einen Schritt weitergehen, ich würde sagen:
„Du liebst deinen Nächsten wie dich selbst. Er ist ein Teil von dir.
Vergiss das nie wieder.“
Frohe! Ostern
Ostersonntag 2020
Ich erinnere mich noch gut an ein wunderschönes, zuversichtliches – für mich perfektes Osterfest. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, war so vierzehn, fünfzehn Jahre alt. Ich war mit meinem Bruder im Ostergottesdienst morgens um neun. Es war wunderschön: voll Freude, eine einfühlsame Predigt.
Danach sind wir durchs Dorf gegangen. Es war friedlich und still. Der Frühling erwachte mit dem ersten grün. So wie heute.
An diesem Jahr haben ich Ostern immer gemessen. Ich dachte immer: „Ja, so muss Ostern sein! Nur so ist richtig Ostern! Voller Freude und Zuversicht!
In diesem Jahr ist nun alles anders. Ist deswegen nicht „richtig“ Ostern?
In diesem Jahr lerne ich die andere Seite von Ostern kennen.
Ja, ich sorge mich und nein, so ein Ostern haben wir ja alle nicht erlebt: Gottesdienste nur in der Ferne. Kein Osterbrunch. Kein Ostereiersuchen mit den Kindern.
Das kann doch alles nicht wahr sein!
Wie soll es da Ostern werden, in unseren Herzen und Seelen.
Das kann doch alles nicht wahr sein…
Wenn wir genau hinschauen: Wir sind ganz nah dran!
Im Grunde war beim allerersten Osterfest genau so.
Wenn wir uns die Osterberichte in der Bibel anschauen, dann wird klar:
Das war kein Freudenfest. Es war ein Fest der Zweifel, der Angst und der Trauer – und genau in diesen Moment wird die Saat der Hoffnung gelegt. Sie wird nur langsam aufgehen.
*
Schauen wir genau hin! In der Ostergeschichte begegnen uns nur zweifelnde und verzweifelte Menschen – Menschen, die alles verloren haben und irgendwie weiterleben müssen:
Die Jünger haben sich eingeschlossen. Sie sitzen zusammen, stumm und voller Angst, warten darauf, dass sie auch abgeholt werden.
Der Feind lauert überall, innen und außen.
Und was das allerschlimmste ist: Du kannst keinem mehr trauen.
Judas, einer aus dem engsten Kreis, hat Jesus verraten. Petrus hat ihn verleugnet – und die anderen? Eingeschlafen, weggelaufen.
Und jetzt? Halltet die Türen geschlossen! Bleibt unter euch! Draußen lauert der Feind.
Und vermutlich auch hier drinnen. Angst ist ansteckend.
*
Die zweite Ostergeschichte, die mir am Herzen liegt, ist die Emmaus Geschichte. Die beiden haben sich gleich auf die Flucht begeben. Sie sind unterwegs nach Emmaus. Sie wollen ihr altes Leben zurück.
Flucht scheint ein Ausweg.
*
Und dann die wichtigsten: die Frauen am Grab.
Sie machen sich am frühen Morgen auf. Sie tun, was sie noch tun können. Aber was hat das noch für einen Sinn?
Hoffnung?
Hoffnung ist da keine am Ostermorgen. Ganz im Gegenteil. Ein Gemisch aus Angst und Trauer.
Bleib zu Hause! Bleib in deinen vier Wänden! Rühr dich nicht. Sieh zu, dass du niemandem über den Weg läufst!
Aber wie willst du das auf Dauer aushalten?
Vielleicht kannst du zurück in dein altes Leben, an den See Genezareth. Vielleicht gelingt die Flucht nach Emmaus.
*
Aber du kannst auch was tun, wie die Frauen am Grab. Ein letzter Liebesdienst.
Das ist mir dieses Jahr Ostern besonders wichtig:
Die Frauen sind die ersten, die die Auferstehung erleben.
Diese Frauen, die etwas scheinbar Sinnloses tun. Sie wollen dem Toten einen letzten Liebesdienst erweisen. Sie versuchen, treu zu bleiben über den Tod hinaus.
Die Frauen am Grab tun, was zu tun ist.
Sie fühlen sich nicht als Heldinnen.
Sie sind wie vielen Frauen in den Krankenhäusern, in den Altenheimen, in den ambulanten Diensten. Sie sind einfach da für die, die Hilfe brauchen.
Sie tun auch dann noch etwas, wenn man scheinbar nichts mehr tun kann.
Sie sind verzweifelt wie die anderen, aber sie wollen sich wenigstens das letzte, ihre Trauer, nicht nehmen lassen. Mir ist dieses Jahr an Ostern klar geworden: Trauer ist eine Form der Treue.
Und noch einmal: die Frauen, die etwas tun und sei es nur ein letzter Liebesdienst, diese Frauen sind am nächsten dran an der neuen Wirklichkeit.
Sie begegnen dem Auferstandenen als erste.
*
Also: Tun wir was!
Beten wir für die Menschen, um die wir uns sorgen. Rufen wir sie an, wenn wir sie schon nicht besuchen können.
Schreiben wir einen Brief, eine SMS, ganz egal, lassen wir unserer Phantasie freien Lauf.
Aber hüten wir uns vor dem Gedanken: „Ich kann ja doch nichts tun.“
Die Frauen, die etwas tun, die sind dem Auferstandenen am nächsten. Sie erfahren als erstes, dass er stärker ist als der Tod.
*
Und was wird aus den anderen?
Ja, die erfahren es auch.
Die Emmaus Jünger sind auf der Flucht.
Auf ihrem Weg gesellt sich ein Fremder zu ihnen. Der Fremde fragt sie aus und sie erinnern sich.
Die Emmaus Jünger gehen den Weg der Erinnerung.
Ihr Weg ist schmerzhaft. Sie müssen viel loslassen. Müssen sich von ihren Idealen und Vorstellungen lösen. „Wir haben geglaubt, er sei der Messias.“
Ich denke, sie haben eher geglaubt, er sei ihr ganz eigener Messias. Einer, der sie von der Last des Lebens befreit. Doch so einfach ist es mit dem Glauben eben nicht, auch nicht an Ostern.
Die Emmaus Jünger erkennen den Auferstandenen am Abend – in einer ganz alltäglichen Geste, im Brotbrechen.
Gemeinsame Mahlzeiten, an einem Tisch sitzen, feiern. Das ist mehr als Nahrungsaufnahme. Das ist Nahrung für die Seele.
Das wird uns in diesem Jahr schmerzhaft bewusst.
Doch sie haben nur kurz Gemeinschaft mit dem Auferstandenen. Als sie ihn erkennen, ist er schon wieder fort. Sie können seiner nicht habhaft werden. Sie können ihn nicht festhalten. Sie können vor dem Kreuz auch nicht fliehen. Sie müssen ihr Leben leben. Erlösung ist nicht Erlösung vom Leben, vom Alltag, sondern im Alltag.
Und zuletzt erreicht die Botschaft die Auferstehung auch die eingeschlossenen Jünger, die wie gelähmt in ihrem Raum sitzen. Auch sie brauchen eine ganze Zeit, um zu glauben.
Und eins ist mir noch deutlich geworden an diesem Ostern:
Die Frauen am Grab, die Emmaus Jünger, die Zwölf:
Sie brauchen einander. Sie müssen miteinander reden über ihre Zweifel, über ihren Glauben, über das, was sie gesehen und erlebt haben.
Genau wie wir: Wir brauchen einander. Kein Mensch kann für sich allein leben. Kein Mensch kann für sich allein glauben.
Sein wir füreinander da.
Gerade jetzt, wo wir ganz neue Wege zueinander finden müssen.
Nein, fröhlich ist Ostern dieses Jahr nicht.
Aber froh kann es sein – froh in der Saat der Hoffnung, die gerade aufgeht, damals so heute.
Frohe Ostern!
Dietrich Bonhoeffer und Gründonnerstag
Heute ist Gründonnerstag.
Wir Christinnen und Christen erinnern uns an das erste Abendmahl: Jesus sitzt mit seinen Jüngern am Tisch. Sie gehören alle zusammen. Dabei sind sie wahrlich keine Helden:
Judas wird ihn verraten. Petrus wird ihn dreimal verleugnen, bevor der Hahn kräht. Jakobus und Johannes werden einschlafen, als Jesus sie am meisten braucht. Aber er schickt keinen von ihnen weg. Sie sitzen alle miteinander am Tisch.
Wie mögen sie sich fühlen, am Tag danach?
Ob sie sich dieselbe Frage stellen wie viel, viel später Dietrich Bonhoeffer?
Er wurde heute vor 75 Jahren, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, ermordet.
Dietrich Bonhoeffer war der Seelsorger der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 – aber nicht mit stolzgeschwellter Brust, sondern getrieben von Ängsten und Zweifeln.
Er schreibt aus seiner Gefängniszelle:
„Wir sind stumme Zeugen böser Taten gewesen, wir sind
mit vielen Wassern gewaschen, wir haben die Künste
der Verstellung und der mehrdeutigen Rede gelernt, wir sind
durch Erfahrung misstrauisch gegen die Menschen geworden…
sind wir noch brauchbar?“
Heute ist Gründonnerstag. Es ist auch der Tag der Ängstlichen, der Zweifelnden, der Gebrochenen. Wir sitzen alle mit am Tisch. Niemand wird weggeschickt.
Die Liebe führt uns zusammen.