„Wenn ich Plattdeutsch spreche, bin ich meinem Herzen näher“ sagt Andrea.
Andrea spricht hier auf NDR1 Niedersachsen plattdeutsche Andachten:
„Dat kannst mi glöven!“
Ich beneide sie um ihre Herzenssprache.
Plattdeutsch klingt so warm, als käme es direkt aus dem Herzen.
Es ist übrigens kein Dialekt, es ist eine eigene Sprache, eine Muttersprache.
Was ist meine Herzenssprache?
Na ja, bei mir sind es eher Gedichte, Gebete, die sind meinem Herzen nahe.
Zum Beispiel der 23. Psalm:
„Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln…“
genau in dieser alten Sprachmelodie.
Sicher, moderner wäre:
Gott ist mein Hirte, mir wird nichts fehlen…
Aber das wäre meinem Herzen nicht so nahe.
„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück…“
Wenn ich das genauso höre, dann fühle ich mich getröstet – dann bin auch ich meinem Herzen näher.
Schlagwort: Sprache
Wenn Religion meine Sprache wär…
Aus einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit Daniel Radcliffe, dem Harry Potter Darsteller:
FAS:
Ihr Vater ist ein nordirischer Protestant, ihre Mutter ist jüdisch. Sind Sie religiös?
Daniel Radcliffe:
Überhaupt nicht. Meine Mutter ist jüdischer Abstammung, aber sie praktiziert ihren Glauben nicht wirklich. Meine Großmutter lebt noch koscher. Und mein Vater, ich denke, ich denke, meine Eltern glauben beide an Gott, aber ich bin nicht sicher. Wir reden nicht wirklich drüber.