Wort zum Sonntag

Mein Wort zum Sonntag für die Braunschweiger Zeitung:

Sie haben Ihre Stimme verdient.
Kirchenvorstände arbeiten mit viel Liebe, aber geräuschlos. Sie treten kaum öffentlich in Erscheinung. Es ist nicht unbedingt ein Amt, mit dem man sich schmücken kann. Die Parteien spielen gar keine Rolle.
Diesen Sonntag werden die Kirchvorstände in unserer Landeskirche neu gewählt, doch es gab keinen Wahlkampf. Die ganze Sache verläuft so still, dass viele es fast vergessen haben: „Ach ja, morgen ist ja Kirchenvorstandswahl. Na ja, die werden das schon machen.“
Dabei haben unsere Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher Ihre Stimme verdient. Sie leiten ein vielseitiges Unternehmen: Sie kümmern sich um Kindergärten und Friedhöfe, um alte und um junge Menschen, sorgen für die Bewahrung der Tradition und gehen gleichzeitig ganz neue Wege. Sie beraten über die diakonische Arbeit in unseren Gemeinden genau so wie über die Ziegeln auf dem Dach vom Gemeindehaus. Unsere Kirchenvorstände sorgen dafür, dass die Kirche im Dorf bleibt – und in der Stadt. Sie bestimmen über viel Geld und ihre Arbeit ist oft mühsam. Längst nicht alles von dem, was sie säen, geht auf. Kirche ist oft langsam und behäbig. Du kannst an ihr verzweifeln. Sie ist mitten im Umbruch, das macht es auch nicht leichter.
Doch man hört nur selten von Streit und Missgunst, von Verunglimpfung und Richtungskämpfen. Die Dinge werden in Ruhe diskutiert, man hört einander zu und entscheidet gemeinsam. Trotz all der Mühe und Plackerei, es macht Spaß, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten. Das mag auch darin liegen, dass unsere Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen dem Gott der Liebe verpflichtet und darum den Menschen nahe sind.
Wenn Sie sich morgen aufmachen und Ihre Stimme abgegeben, zeigen Sie auch Ihre Wertschätzung für Menschen, die sich ehrenamtlich für uns alle engagieren.
Friedhelm Meiners, Pastor an St. Martini

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2 Gedanken zu “Wort zum Sonntag

  1. Sachdienliche Information, praktische Handlung auf Basis individueller Vollmacht eines Hilfsbedürftigen, damit Überprüfbarkeit, ist anderes wie „Unser/Alle“ an „Alle“, womit jede Überprüfung ausgeschlossen ist. Selbiges gilt bezüglich Verpflichtung gegenüber ungreifbaren Person.

    Für Wege gibt es GPS, für die Haltung den Arzt des Vertrauens, sonstig Verbraucherberatung, Rechts-, Versicherungsschutz. Gegen Ziegel vom Dach des Gemeindhauses kann Mensch religiöses Nudelsieb tragen.
    Wichtig ist existenziell Notwendiges, Schutz in existenzieller Not, Notstand.

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  2. Finanzskandal EKD Dürkheim, wird rechtlich nicht als kultisches Glaubensgeschäft, Flirty-Fishing, auf Erbsündenbasis, gewertet. Säen lernt Mensch in der Botanik, soweit sonstiger Same gemeint ist, in der Zoologie, Humanwissenschaft, konkret Sexualkunde. Mit Geisterstunde und hohler Hand ist kein Ersatz. Das ist wie 11.11, Einläutung Karneval. Unsichtbar, Geräuschlos, ruhig, still, geht das nicht vor sich. Türme, Kuppeln, sind als Kultustempel auszumachen. Die Selbst- und Fremddefinitionen der Führer und Anhänger unterscheiden sich. Allgemeiner Bedarf nach Sakramenteverwaltung ergibt sich aus Omas Geschenke, Gewänder ohne König. Der Staat ist kein allgemeingültiges Kultgeschäft. Denkmalschutz für den Bruchturm kann es evtl. geben.

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