Der kahle Baum

 

Ein junger, kahler Baum an einem schönen Tag Anfang November.

Unter seiner Krone liegen im Kreis alle seine Blätter, leuchten golden in der Sonne.

So stelle ich mir das vor: Eben noch waren die Blätter, alles was ich tue und wirke, im vollen Saft. Doch jetzt werden sie golden. Fallen von mir ab. Liegen unter mir, sind eine Weile noch die meinen.

Ein Teil wird verweht. Wird irgendwo anders wirken. Ich hoffe auch in den Menschen, die ich liebhabe. Ein Teil kehrt über die Wurzeln zu mir zurück, wird mich selbst nähren; doch vergeblich hat keines gegrünt.

 

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