Kategorie: Allgemein

Die Wanderer

Ein Wanderer traf an einer Weggabelung einen anderen, der in derselben Richtung unterwegs war. Sie gingen schweigend nebeneinander her. Nach einer Weile sagte der andere: „Ich bin müde, habe Hunger und Durst. Wie weit ist es noch bis zur nächsten Stadt?“
„Ungefähr zwanzig Kilometer“ antwortete er.
„Ich habe eine geniale Idee!“ sagte der andere: „Jeder von uns geht zehn!“

(gefunden bei Jorge Bucay, Der Innere Kompass)

So „geniale“ Menschen begegnen dir immer wieder.
Aber du weißt ja:
Niemand anderes kann deinen Weg gehen. Niemand weiß auch nur, wie weit er ist – nicht einmal du selbst.

Was ich mir von dir wünsche…

Was ich mir von dir wünsche…

nach Jorge Bucay

Hör mir zu, ohne über mich zu urteilen.

Sag mir deine Meinung, aber erteil mir keine Ratschläge.

Vertrau mir, aber erwarte nichts dafür. 

Hilf mir, ohne für mich zu entscheiden.

Sorge für mich, ohne mich zu erdrücken.

Sieh mich, ohne dich in mir zu sehen.

Umarme mich, doch raube mir nicht den Atem.

Mach mir Mut, aber bedräng mich nicht. 

Halte mich! Aber halte mich nicht fest. 

Beschütze mich, aufrichtig.

Nähere dich mir, doch nicht als Eindringling.

Ich wünsche mir, dass du alles kennst, was dir an mir missfällt, es akzeptierst – und nicht versuchst, es zu ändern.

Wisse: du kannst heute auf mich zählen…
Bedingungslos.

Nehmt einander an…

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes“
Das ist die Jahreslosung für 2015. Was das heißen kann habe ich bei Jorge Bucay gefunden:

Ich will – Quiero – von Jorge Bucay


Ich will, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen.

Ich will, dass du deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen.

Ich will, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten.

Ich will, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden.

Ich will, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken.

Ich will, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen.

Ich will, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben.

Ich will, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen.

Ich will, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten.

Ich will, dass du mich beschützt, aufrichtig.

Ich will, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling.

Ich will, dass du all das kennst, was dir an mir missfällt-
 dass du all das akzeptierst… versuch es nicht zu ändern.

Ich will, dass du weißt, dass du heute auf mich zählen kannst…
Bedingungslos.

Gute Vorsätze…

„Gute Vorsätze? Mit Tork Sanitärprodukten sind Sie bestens ausgestattet! Optimale Reinigungsergebnisse:
Damit wird Ihr 2015 sauber und rein!“ …aus einer Werbemail der Metro.

Total bekloppt – aber es viele „gute“ Vorsätze für das neue Jahr so schön auf den Punkt: alles soll sauber sein, proper und rein.
Doch nur wer nichts anfasst hat immer saubere Hände.

Ich wünsche mir fürs neue Jahr, dass ich leben lerne mit meinen Macken und denen der anderen:

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“

Wir sind nicht heilig und müssen es auch nicht sein.

Frohes Neues Jahr!

Echte Kerzen

Die Kerzen am Weihnachtsbaum meiner Kindheit waren natürlich aus Wachs.
Doch ich sehe sie nur noch selten. In den meisten Wohnzimmern sind die elektrischen Kerzen eingezogen. Die sind so praktisch. Du musst nicht ständig neue aufstecken. Ein kleiner Dreher und alle brennen. Den ganzen Tag. Elektrische Kerzen sind auch nicht so gefährlich. Du verbrennst dir die Finger nicht mehr und die Feuerwehr freut sich, dass unsere Wohnungen nun sicherer sind.
Aber bei uns zu Hause sind die Kerzen immer noch aus echtem Wachs. Ach, ich mag ihn sehr, den Weihnachtsbaum mit „echten“ Kerzen. Er riecht nach Wachs und manchmal auch nach verbrannter Tanne.
Echte Kerzen sind für mich ein Bild für den Glauben.
Sie wärmen und tauchen die Welt in ein warmes Licht. Aber du kannst dir nie ganz sicher sein. Du kannst dich auch verbrennen, kannst irre werden am Leben und an Gott. Weil Gott so anders ist, als du ihn mit deinem kleinen Verstand begreifen kannst. Weil er dir nicht im Scheinwerfer begegnet, sondern in so einem kleinen, flackernden Licht.
Und manchmal ist es tatsächlich so: Ein Windhauch und dein Glaube erlischt. Plötzlich stehst du in der Finsternis, wie Maria und Joseph: „Wie kann Gott das zulassen? Was hat das alles für einen Sinn?“
Dann wieder begegnet dir das Wunder des Lebens: ein kleines, zartes Kind – verletzlich und hilflos. Und dir wird warm und licht ums Herz. Und du weißt, worum es geht in diesem Leben: Licht und Wärme in die Finsternis bringen. Dich selbst verschenken. So wie dieses Kind. So wie alle Kinder.

Nikolaus

Ich ging in die erste oder zweite Klasse. In der Nacht vor dem Nikolaustag war ich so aufgeregt, dass ich schnell noch mal aus dem Bett geschlüpft bin, um nachzuschauen, ob er wohl schon da war.
Da sah ich meine Mutter, wie sie uns Kindern die Süßigkeiten in die Schuhe legte. Sie schaute sich um, lächelte mich an und sagte: „Jetzt weißt du es…“
Ja, jetzt wusste ich es. Ich hatte es natürlich längst geahnt, auf dem Pausenhof wurde in diesen Tagen über nichts anderes gesprochen: „Gibt es ihn – oder gibt es ihn nicht?“
War ich enttäuscht?
Im Gegenteil! Ich hatte das Gefühl: Jetzt gehörst du zu den Großen. Sie haben dir ein Geheimnis anvertraut:
Nikolaus ist kein alter Mann mit weißem Bart und rotem Mantel.
Nikoläuse, das sind Frauen, Männer und Kinder, die dir heimlich Liebe schenken.

Vom Schleppen und vom Schicksal

Predigt am Ewigkeitssonntag
In Franken in der Nähe von Volkach führt mitten durch die Weinberge der sogenannte „Bildstockweg.“
Bildstöcke sind sehr alte Denkmäler aus Stein, manchmal auch aus Holz.
Mitten in der wunderschönen Landschaft mit Blick auf den Main stehen sie am Wegesrand als Orte der Meditation und des Gebetes für die Weinbauern. Sie laden ein zu einem Moment der Ruhe mitten in der harten Arbeit.
Auf all diesen Bildstöcken sind Szenen aus dem Leiden Jesu dargestellt: die Kreuzigung, die Abnahme vom Kreuz, Maria mit ihrem toten Sohn im Arm.
Diese Bildstöcke erinnern an etwas, das wir allzu schnell vergessen:
Das Leiden gehört zum Leben.
Unser Glaube geht noch weiter: das Leiden gehört zur Geschichte Gottes mit uns Menschen. Es ist kein Webfehler, den wir nur endlich beseitigen müssen, damit sich unser Leben endlich richtig und glücklich anfühlt.
Sicher, es ist unsere Aufgabe als Christinnen und Christen, das Leiden durch Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit, Krankheit und Krieg, zu bekämpfen so wie Jesus das getan hat.
Aber wir müssen auch aushalten, ertragen. Wir müssen mitgehen mit denen, die zu tragen haben. Manchmal einfach nur da sein. So heute, am Ewigkeitssonntag, wenn vielen von uns schwer ums Herz wird.
Die Bildstöcke in den Weinbergen erinnern daran.
Auf einem dieser Bildstöcke ist zu sehen, wie Christus sein Kreuz nach Golgatha trägt. Er ist unter der Last gestürzt und stemmt sich gerade wieder hoch, die rechte Hand auf einen Stein gestützt.
Es ist das Lieblingsmotiv der Weinbauern. Sie nennen ihn den Kreuzschlepper. Sie sagen: „Er ist wie wir. Muss schleppen.“
Der Kreuzschlepper. Ja, er ist ein Bild für das Leben: Wie viele schleppen sich ab mit dem, was ihnen auferlegt ist.
Jesus schleppt sein Kreuz nach Golgatha.
Und ich frage mich: Warum tut er das?
Warum rafft er sich wieder auf? Er weiß doch, was komm! Nichts wird besser! Sie werden ihn ans Kreuz nageln. Er wird unerträgliche Schmerzen leiden und zuletzt ersticken. Das ist die Todesursache bei der Kreuzigung.
Warum schleppst du dein Kreuz weiter?
Warum bleibst du nicht einfach liegen?
Weil du musst.
Du hast keine Wahl.
Du wirst nicht gefragt.
Du musst.
Musst leben.
Musst kämpfen.
Bis zum bitteren Ende.
Wenn wir einen lieben Menschen verlieren, ist es ja nicht anders.
Wir schleppen. Wir schleppen seine Krankheit mit. Wir schleppen, wenn das Alter zur Last wird. Schleppen den Schmerz. Schleppen an der Last der Trauer. Schleppen die Einsamkeit.
Jesus hatte ein reiches, erfülltes, gesegnetes Leben. Er war immer für andere da, wenn er gebraucht wurde.
Und jetzt, in seiner letzten Stunde, findet sich jemand, der tragen hilft.
Ein Fremder, Simon aus Kyrene. Der will gar nicht, sie müssen ihn zwingen.
So geht es uns ja manchmal auch, wenn wir einen Menschen auf seinem letzten Weg begleiten. Wir haben Angst, wir wollen nicht.
Doch unsere Motivation ist nicht wichtig.
Wir müssen. Sind da. Schleppen mit.
Manchmal helfen wir wie Veronica. Sie wischt Jesus mit ihrem Tuch den Schweiß aus dem Gesicht.
Ein kurzer Moment. Eine Geste. Und das Leiden geht weiter. Doch macht das ihr Tun sinnlos?
Der Kreuzschlepper.
Er muss.
Warum?
Was ist der Sinn des Ganzen?
*
Dieser Frage möchte ich mich mit einer Filmfigur nähern:
Forrest Gump.
Er ist der Titelheld des gleichnamigen Films mit Tom Hanks in der Hauptrolle.
Forrest Gump ist fast debil. Er hat einen Intelligenzquotienten von 75. Aber er ist extrem erfolgreich. Was er anfasst, gelingt. Am Ende des Films ist er sehr vermögend. Doch Geld spielt für ihn keine Rolle. Er mäht den Rasen in seiner Heimatgemeinde und ist glücklich und zufrieden.
Jenny, seine Ehefrau, erkrankt schwer. Forrest pflegt sie rührend.
Am Ende des Films steht Forrest an ihrem Grab
Er hat sie an ihrem Lieblingsplatz begraben: unter einer uralten Eiche mit weitem Blick in die Landschaft von Alabama.
Er erzählt von ihrem kleinen Sohn, wie gut er sich macht.
Er weint. Schließlich sagt er: „Ich weiß nicht ob Mama Recht hatte, oder ob Leutnant Dan Recht hatte, ich weiß nicht… ob jeder von uns sein Schicksal hat oder nur zufällig dahin treibt wie ein Blatt im Wind. Aber ich denke, es stimmt vielleicht beides. Vielleicht passiert ja beides zur selben Zeit. Du fehlst mir so, Jenny.“
„Ich sehe einen neuen Himmel und eine neue Erde.“
Ist es das?
Eine Welt, in der ich nicht nur zu den Verstorbenen reden kann, sondern mit ihnen? Eine Welt, in der wir wieder vereint sind?
Eine Welt, in der wir Antworten bekommen auf die Fragen, die uns umtreiben und quälen?
Auf Fragen wie diese: „Wer bin ich? Zu was ist mein Leben gut, hat es einen Sinn?
Ist es Schicksal?
Oder bin ich ein Blatt im Wind?
Ein Nanoteilchen im großen Plan der Evolution? Erfülle meine Aufgabe und verschwinde wieder?
Forrest Gump hat keinen großen Verstand. Aber ein großes Herz.
Er beantwortet diese Fragen mit seinem Leben.
Er nimmt das Leben wie ein Blatt im Wind. Bei ihm ist es fast immer ein Aufwind.
Sein Freund legt Forrest Geld an. „Irgendwas mit Obst“ sagt Forrest. Es sind Apple Aktien.
Der Freund schreibt ihm: „Um Geld musst du dir nie wieder Sorgen machen.“
„Prima!“ denkt Forrest, „eine Sorge weniger.“
Forrest Gump macht sich scheinbar keine Gedanken.
Doch wenn er gebraucht wird, ist er da.
Er kommt nicht mal auf die Idee, die beste pflegerische Hilfe zu kaufen, die es gibt. Er sitzt selbstverständlich selbst an ihrem Bett. Er ist es auch, der seinen kleinen Sohn an seinem ersten Schultag zum Schulbus bringt.
Weil er muss. Und weil er will.
Schicksal und Blatt im Wind.
Ja, es ist wohl beides gleichzeitig. Da beginnt für mich der neue Himmel und die neue Erde: Mensch sein in guten wie in schlechten Zeiten. Miteinander lachen und weinen. Aufhören, seine Trauer und seinen Schmerz zu verstecken.
*
Jesus schleppt sein Kreuz. Er lebt. Bis zuletzt.
Michael Knobel, der frühere Leiter unseres Hospizes, hat immer gesagt:
„Im Hospiz wird nicht gestorben. Sterben ist nur ein kurzer Moment. Im Hospiz wird gelebt. Bis zuletzt.“
So ist es auch bei Jesus.
Er lebt. Bis zum Schluss. Er sorgt noch dafür, dass sein Lieblingsjünger in Zukunft für Maria da ist – und sie für ihn.
Und er wird wiederkommen. Seine Jünger werden ihn nicht als strahlenden Helden sehen. Sie werden ihn an seinen Wunden erkennen – an dem, was das Leben, was das Leiden ihm angetan hat.
Doch alles, sein ganzes Leben, ist aufgehoben in der Liebe Gottes.
Möge er unseren Glauben stärken: den Glauben, dass es die Liebe und das Licht sind, die uns erwarten. Uns und unsere Lieben.
Amen.

Schicksal oder Blatt im Wind?

„Ich weiß nicht ob Mama Recht hatte,
oder ob Leutnant Dan Recht hatte,
ich weiß nicht…
ob jeder von uns sein Schicksal hat
oder nur zufällig dahin treibt wie ein Blatt im Wind.
Aber ich denke, es stimmt vielleicht beides.
Vielleicht passiert ja beides zur selben Zeit.
Du fehlst mir so, Jenny.“

Forrest Gump am Grab seiner Frau

Hundert Jahre?

Wort zum Sonntag für die Braunschweiger Zeitung
Hundert Jahre?

Sarah und Abraham, unsere Urgroßeltern im Glauben, sind schon sehr alt, als sie losziehen: in ein neues, unbekanntes Land. Sie lernen eine neue Sprache, leben ein neues Leben. Sie lernen ihren Glauben ganz neu.
Mein Auto ist durch. Hat über 300.000 km auf dem Buckel. Die Reparaturen werden immer teurer. „Das ist eigentlich noch keine Leistung“ sagt ein Freund. „Man könnte heute Autos bauen, die hundert Jahre halten.“
Autos werden hundert Jahre alt? Wenn das ginge… Würde ich dann jetzt das Auto meines Urgroßvaters fahren? Oder meinen ersten Käfer, Baujahr 1960? Ein schmuckes Teil, keine Frage. Aber mit Heckmotor und einem Kofferraum, der seinen Namen nicht verdiente. Ohne Sicherheitsgurte und mit einer Heizung, die nur „an“ oder „aus“ konnte. Entweder es wurde heiß und stickig im Wagen – oder ich musste frieren. Im Winter sind immer mal die Scheiben zugefroren – von innen, versteht sich.
Autos, die hundert Jahre alt werden, ohne sich zu verändern? Das ist kein Versprechen. Das ist eine Drohung.
Alt werden ist nur schön, wenn die Dinge sich verändern. Ein Auto hat immer noch vier Räder, ein Lenkrad und zwei Bremsen. Doch die Erfahrung, die Liebe und der Fleiß vieler Ingenieure sind eingeflossen. Ich bin froh, dass mein Auto eine Klimaanlage hat und ein Radio, das nicht nur die „Mittelwelle“ empfängt.
Älter werden ist schön, wenn nicht alles beim Alten bleibt. Nein, ich will nicht hundert Jahre lang derselbe bleiben.
Ich will meinen Erfahrungen trauen. Ich weiß, die Dinge sind im Fluss. Älter werden ist schön, wenn ich dem Leben traue. Wer weiß, wie mein Glaube sich verändert – in dem unbekannten Land, das auf mich wartet.
Pastor Friedhelm Meiners, St. Martini

Irgendwas mit großem L

Wort zum Sonntag für die Braunschweiger Zeitung.

Irgendwas mit großem L

„Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?“
Das fragt die 16jährige Hazel Grace ihren 18jährigen Freund Augustus in dem Roman
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“
Augustus ist ein kühler Kopf und er überrascht sie mit seiner Antwort: „Ja, absolut. Nicht an einen Himmel, wo wir auf Einhörnern herumreiten, Harfe spielen und in einem Schloss aus Wolken leben. Aber trotzdem: ja. Ich glaube an Irgendwas mit großem I. Habe immer daran geglaubt.“
Irgendwas mit großem I. Das klingt wie eine Stimme aus dem dem Nebel. Du kannst sie nicht fassen und doch: Sie ist da.
Einhörner, Harfen, Schlösser aus Wolken. Damit kann ich auch nichts anfangen. Aber „Irgendwas mit großem I“ reicht mir auch nicht. Ich brauche Bilder, moderne Bilder:
Hazel Grace hat nächtelang mit ihrem Liebsten telefoniert. Sie sagt: „Wir waren dann in einem geheimen überirdischen dritten Raum. Ein Ort, der weder bei ihm noch bei mir war. Ein unsichtbarer Ort.“
Diese junge Frau würde das so nie sagen, doch sie glaubt an „irgendwas mit großem L.“
Sie glaubt an die Liebe.
Die Liebe, die so weh tut, wenn ein Mensch uns für immer verlässt – die uns aber auch in Räume entführt, von denen wir vorher nicht mal ahnen, dass es sie geben könnte.
Der Himmel ist ein Sehnsuchtsort. Ein Ort der Schönheit. Mitten unter uns.
„Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?“
„Ja, absolut. Ich glaube an irgendwas mit großem L.“

Friedhelm Meiners, Pastor an St. Martini