Warum ich meinen Hund mag…

Streunen. Kein Plan. Einfach mal so unterwegs. Sehen, was der Weg so hergibt. Spielen, wenn dir jemand nettes entgegen kommt. Ignorieren, wenn er blöd ist. An jeden Baum pinkeln. Prophylaktisch. Hemmungslos um Aufmerksamkeit betteln. Und um Futter. Einfach los preschen, wenn sich was ergibt. Voller Reue zurückkommen. Aber sei dir sicher: das nächste Mal gehe ich wieder ab. Der Arbeitsspeicher wird alle zehn Sekunden gelöscht. Dann fängt was Neues an. Kann stundenlang in der Gegend liegen. Ohne irgendwas. Und stundenlang laufen, wenn´s lohnt. Kann sich so was von freuen. Ist gern draußen.

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14 Gedanken zu “Warum ich meinen Hund mag…

  1. Ich habe seit dem 1. März wieder eine wunderbare Hündin. Zwei Jahre brauchte ich, um mit der Trauer um unsere Erste, verstorbene Familien-Hündin abzuschliessen. Eins meiner Kinder hat erst in dem Moment als die 10 wöchige Mischlingshündin hier war mit einem letzten Mal weinen ganz abgeschlossen. Meinem jetzt 12 jährigen Sohn kamen mit einem Schlag all die Erinnerungen an die letzten Wochen vor dem Tod unserer Ronja hoch, die in unseren Armen starb. Erst jetzt war mir nocheinmal intensiv bewusst, wie eng verbunden unsere Hündin vor allem auch mit den Kindern war und zwei von ihnen, hatte sie ja seit deren 1. Lebenstag beschützt und geliebt. Sie war schon sehr besonders und nun war es umgekehrt. Am 1. März war nun ein Baby-Hund bei uns und das war gut so und ich merke, wie wichtig es auch für die Kinder ist. Obwohl die Bedingungen einen Hund zu halten immer schwieriger werden und die Einschränkungen immer beengender, meinte mein 12 Jähriger, dass er nie mehr in seinem ganzen Leben würde ohne Hund leben wollen.
    Es ist ganz erstaunlich, wie alle vier Kids schon wieder eine ganz eigenständige Beziehung zur Hündin haben.

    Und sie hat natürlich noch extrem viele Flausen im Kopf, die Kleine. Ich selbst muss mich immer wieder ermahnen, dass ich nicht zuviel erwarte und schon jetzt zu streng bin. Meine erste Hündin hatte ich sehr streng und gut erzogen, weil mir immer klar war, dass es mit Babys und kleinen Kindern im Haus niemals zu Dominanz-Problemen kommen dürfe. Sie war von klein an eine sehr dominante, aber selbstbewusste und liebe Hündin immer gewesen. Ich merke, dass ich an diesem Anspruch noch immer festhalte und bin manchmal vielleicht zu streng.

    Aber es ist wirklich herrlich, wie unser Jackie auf meine Ermutigung hin, mit ihrer kalten Nase alle am Morgen aufweckt. Die Kinder stehen viel lieber auf, seit sie von der anfangs sehr ungestümen und jetzt bereits sehr sanften aber munteren Hündin geweckt werden. Sie hat Energie für 3, die Kleine.

    Wir müssen immer herzhaft lachen, wenn sie alle Spinnen und Fliegen verspeist, als würde sie von uns nichts zu futtern bekommen. Sie liebt Golfbälle und spielt am liebsten dann mit dem Golfall auf dem Parkett, wenn alle vorm Fernseher sitzen.

    Ach ja.. lach. Ich muss aufhören…

    Ein schönes Thema..

    Danke und ganz liebe Grüsse aus der Schweiz

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    1. Hallo,

      ich habe den Text mit viel Vergnügen gelesen – und kann vieles so gut nachvollziehen.

      Vor ein-einhalb Jahren kamen in mein Leben 2 Jack Russell Welpen, ein Geschwisterpärchen. Sie geben mir so viel Kraft, Freude und Sonnenschein , ich erlebe so viel ehrliche Freude, und wurde durch die beiden Rabauken viel geerdeter. Auch wenn es manchmal schwer ist, und seit dem wir von Wien nach Basel gezogen sind, ein noch rauherer Wind in Sachen Toleranz gegenüber Hunden weht (sie bellen, verlieren Haare, …), möchte ich die beiden nicht mehr missen.

      Ich bin auch sehr stolz, was die beiden bereits können und welche Situationen sie gemeistert haben – eine davon war ein Lauten-Diplomkonzert an der Scola Cantorum, wo ich mit den Hunden zufällig hinkam und mit den beiden Rabauken eingeladen war, samt den Hunden zuzuhören.

      Wunderbare Wesen, die Hundis, und ein schönes Thema.

      Liebe Grüsse aus Wien bzw Basel (je nachdem, wo wir gerade sind)

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      1. Ich habe mich auch über deinen Beitrag jetzt richtig gefreut. Du hast recht, es ist wirklich erstaunlich, wieviel Sonnenschein so Hunde ins Leben bringen können.

        🙂 unsere heisst Jackie, ist aber kein Jack Russel, sondern eine ganz lustige Mischung.

        Ich habe mich aber lange für Jack Russels interessiert, weil sie echt lebendig sind und vorallem wirklich intelligent. Fast hätten wir auch vor kurzem ein Geschwisterpärchen genommen, weil ich vermutete, dass es mit kleinen Hunden vielleicht doch etwas einfacher ist. Ein Jack Russel ist bei uns immer noch im Gespräch, als Zweithund. Zur Zeit hatte wir aber, den Russels zuliebe, uns dann aber wieder für einen Welpen entschieden, der gross wird, aus dem Grund, weil hier im Quartier unzählige kleine und grosse Kinder wohnen. Ich hatte bei meiner Schwester mit einem West Highland Terrier oft beobachtet, wie Eltern und Kinder mit sehr wenig Respekt auf kleine Hund zugehen. Weils aber bei uns wirklich oft wie in einem Taubenschlag zu und her geht, entschied ich mich für einen Hund, der irgendwann (und das ist jetzt schon so) allein durch seine Grösse einen gewissen Respekt fordert. Grosse Hunde, wenn sie gut sozialisiert und erzogen sind, können sich diese erhabene Selbstsicherheit und Ruhe leisten, während die Kleinen oft bangen müssen, wenn wieder eine Kinderschar daherkommt.

        Und ja, manchmal ist man richtig stolz, wenn sie so Situationen, die grossen Stress verursachen könnten, gut überstehen. Meine, jetzt halbjährige Mischlingshündin hat gestern die Vorbeifahrt der Tour de Suisse gut gemeistert. Sie war hinterher sehr aufgedreht und selbst stolz, weil sie merkte wie stolz ich auf sie war.

        Liebe Grüsse

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      2. Danke Dir für deinen Kommentar!
        Wir haben eine kleine Münsterländer Hündin, eine alte Dame, sie ist schon 12.
        Unser privater Streichelzoo: sehr Kinderlieb und schmusig. Aber eben auch ausdauernd und temperamentvoll. Meine Frau hätte auch gern einen Jack Russel dazu, aber das mögen wir ihr in ihrem Alter nicht mehr zumuten.
        Liebe Grüße
        Friedhelm

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      3. Danke Dir für deinen Kommentar!
        Wir haben eine kleine Münsterländer Hündin, eine alte Dame, sie ist schon 12.
        Unser privater Streichelzoo: sehr Kinderlieb und schmusig. Aber eben auch ausdauernd und temperamentvoll. Meine Frau hätte auch gern einen Jack Russel dazu, aber das mögen wir ihr in ihrem Alter nicht mehr zumuten.
        Liebe Grüße
        Friedhelm

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      4. Liebe Grüße zurück aus Braunschweig!
        Wir haben eine kleine Münsterländer Hündin – und die hat auch schon eine Menge mitgemacht 😉
        Viel Spaß weiter!
        Friedhelm

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    2. Weiter viel Spaß mit Eurer Hündin!
      Und sei ruhig streng – es zahlt sich für den Hund immer aus. Nichts ist schlimmer, als wenn sie immer an der Leine laufen müssen und mit Kommentaren wie „Das habe ich dir doch schon so oft gesagt…“ leben müssen.
      Liebe Grüße
      Friedhelm

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  2. …dies kenne ich nur zu gut, lieber Friedhelm,
    und wie! Habe eine Rauhhaardackel-Hündin gehabt.
    Sie hat mich fast 16 Jahre begleitet. Am 1.Juni
    2005, habe ich Abschied nehmen müssen. Es schmerzt
    heute noch ab und zu.
    Die Jahre mit ihr sind unvergesslich und sie wird
    immer einen Platz in meinem Herzen haben.

    Alles Liebe
    Elke

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    1. Unsere Hündin (eine kleine Münsterländerin) ist auch schon zwölf – und daran, dass sie mal nicht mehr da ist, mag ich gar nicht denken…
      Aber noch ist sie total fit.
      Liebe Grüße
      Friedhelm

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  3. Und ich nehme mir zwischendurch einfach mal die Freiheit, wie ein Hund den Tag zu verbringen; stromern, faulenzen, schlafen, nichts tun, an Blumen riechen, einem Baum beim Wachsen zuzusehen. Find ich unheimlich wichtig.

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