Die Frage der Fragen

Die Frage der Fragen
Gestern haben wir in einem Gottesdienst unsere „Wackelzähne“ aus dem Kindergarten verabschiedet. Sie kommen nach den Sommerferien in die Schule. Wir wünschen Euch, liebe Kinder, Gottes Segen für Euren weiteren Lebensweg! Geht Eure Wege mutig und fröhlich!
Und wir wünschen Ihnen, liebe Eltern, dass Sie Ihre Kinder dabei mutig und mit viel Liebe unterstützen. Das ist nicht immer einfach.
Es gibt so viele falsche Träume: Der Vater, der will, dass sein Sohn so gut Fußball spielt wie Mario Götze. Die Mutter, die ihre Tochter schon auf dem Laufsteg sieht… Kinder werden viel zu oft auf Rollen und Vorbilder festgelegt. Sie jagen Idealen hinterher, die sie niemals erreichen können.
Es dauert dann oft lange, bis sie ihre Gaben erkennen und den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen.
Darum, liebe Eltern: Verwechseln Sie Liebe nicht mit falschen Träumen. Haben Sie den Mut, Ihre Kinder ihre eigenen Wege gehen zu lassen, auch wenn es weh tut. Erinnern Sie sich immer wieder daran:
Ihre Kleinen sind vor allem eins: Geliebte Kinder Gottes. So gewollt, wie sie sind.
Dabei mag Ihnen diese alte jüdische Weisheit helfen. Martin Buber hat sie aufgeschrieben. Er nennt sie die Frage der Fragen:
„Vor dem Ende sprach Rabbi Sussja: In der kommenden Welt wird man mich nicht fragen: Sussja, warum bist du nicht Mose gewesen? Man wird mich auch nicht fragen: Warum bist du nicht David gewesen?
In der kommenden Welt wird man mich fragen: Sussja, warum bist du nicht Sussja gewesen?“
Pastor Friedhelm Meiners, St. Martini

(Wort zum Sonntag für die Braunschweiger Zeitung

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